Die RheinEnergie AG beauftragte einen 10 kV Netzleitungsneubau zwischen dem UW Nord und dem Betriebshof Mönchsgasse der Kölner Verkehrsbetriebe (KVB). Die Erhöhung der Netzkapazität war Voraussetzung für die Erweiterung des vorhandenen Betriebshofs der KVB um mehrere Gleise für Straßenbahnen. Die Erdtrasse besitzt eine Gesamtlänge von rd. 3,5 km (davon rd. 400 m auf dem KVB Betriebshofgelände). Zusätzlich zu den zwei 10 kV Leitungen wurde begleitend ein Leerrohr für Telekommunikation einschließlich 18 Schächten verlegt. Im Bereich der Trasse bzw. abgesetzt davon wurden Gas-, Wassernetz- und Mittelspannungsleitungen in den Kölner Stadtteilen Niehl und Weidenpesch erneuert. Der Erdbau erfolgte hauptsächlich in offener Bauweise durch städtisches Siedlungsgebiet. Dabei wurden mehrere verkehrlich hochbelastete Straßen gekreuzt. Für die Kreuzung von drei Schienentrassen wurden Stahlschutzrohre unter den Gleisen vorgetrieben. Als Voraussetzung für diese Arbeiten waren umfangreiche Kampfmittelsondierungen in vertikaler und horizonthaler Richtung vorzunehmen.
Besondere Berücksichtigung fanden neben den verkehrlichen Belangen von Individualverkehr und öffentlichem Personenverkehr auch die Anforderungen des Bodendenkmalschutzes. Das Bauvorhaben wurde durch das Römisch-Germanische-Museum zur Sicherung mittelalterlicher bzw. römischer Funde begleitet.